msf.navigation.breadcrumb_title
- Startseite
- Pressemitteilung
- msf.navigation.breadcrumb_current_page:Tschad/Sudan: Die Bevölkerung...
Tschad/Sudan: Die Bevölkerung im Grenzgebiet leidet unter wiederholtem Drohnenbeschuss
1 Min.
Ende Februar hatten die Rapid Support Forces (RSF) die Einnahme der sudanesischen Stadt Tina in Nord-Darfur gemeldet. Ihr gegenüber liegt auf tschadischer Seite die Stadt Tine. Die bis heute andauernden heftigen Drohnenangriffe der sudanesischen Streitkräfte, der RSF und verbündeter Gruppen verschärfen die ohnehin dramatische humanitäre Lage. In den vergangenen zwei Monaten haben Teams von Ärzte ohne Grenzen in Zusammenarbeit mit dem tschadischen Gesundheitsministerium mehr als 450 Verletzte in Tine behandelt.
In der Stadt leisten die Teams von Ärzte ohne Grenzen außerdem Hilfe für Menschen, die vor der extremen Gewalt in Darfur im Sudan geflohen sind. Dort kommt es immer wieder zu Bombardierungen und Massenhinrichtungen. Insbesondere nicht-arabischstämmige Bevölkerungsgruppen werden immer wieder angegriffen.
In einem Transitcamp in Tine bietet die Organisation trotz der schwierigen Sicherheitslage unter anderem Impfungen, Ernährungsscreenings und Hilfen für Überlebende sexualisierter Gewalt an. Nachdem andere Hilfsorganisationen aufgrund fehlender Mittel ihre Arbeit einstellen mussten, ist Ärzte ohne Grenzen nun die einzige Organisation, die dort Wasser bereitstellt. Ein Masernausbruch in Tine erschwert die Lage zusätzlich. Die Bevölkerung in der Grenzregion braucht dringend Schutz und internationale Unterstützung.