Ce qui reste de la pharmacie d'Old Fangak se délabre aujourd'hui, après avoir été détruite lors du bombardement du 3 mai 2025.
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Ce qui reste de la pharmacie d'Old Fangak se délabre aujourd'hui, après avoir été détruite lors du bombardement du 3 mai 2025.
© Isaac Buay/MSF

Südsudan: Ein zerbombtes Krankenhaus, Dutzende Angriffe auf Gesundheitsmitarbeitende – und niemand wird zur Rechenschaft gezogen

Gerade erst haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und Ärzte ohne Grenzen fast 10.000 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in den vergangenen zehn Jahren beklagt und Staaten in einer gemeinsamen Erklärung aufgefordert, den Schutz medizinischer Versorgung in bewaffneten Konflikten zu achten. Schließlich verabschiedete der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vor genau zehn Jahren dazu einstimmig die Resolution 2286. Doch seitdem mussten Teams von Ärzte ohne Grenzen abermals Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen erleben.

Beispielhaft dafür steht das Krankenhaus Old Fangak von Ärzte ohne Grenzen im Südsudan. Vor einem Jahr, am 3. Mai 2025, wurde es gezielt bombardiert. Anschließend traf eine Drohne zudem den örtlichen Markt. Sieben Menschen kamen ums Leben, 27 wurden verletzt, darunter vier Mitarbeitende von Ärzte ohne Grenzen. Das Krankenhaus wurde nie wieder geöffnet. Geschehen ist seitdem nichts. Und das ist kein Einzelfall. 

Seit 2025 gab es 12 Angriffe auf Mitarbeitende und Einrichtungen von Ärzte ohne Grenzen im Südsudan. Für Hunderttausende Menschen wurde dadurch lebenswichtige Gesundheitsversorgung eingeschränkt oder zerstört. 

Für Ärzte ohne Grenzen ist klar: Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Ohne Rechenschaftspflicht herrscht Straflosigkeit. Kein militärisches Ziel kann es rechtlich oder moralisch rechtfertigen, ein Krankenhaus zu bombardieren, medizinisches Personal zu töten oder einer ganzen Bevölkerung den Zugang zu medizinischer Versorgung zu verwehren.