Des enfants admis pour malnutrition à l'hôpital régional de Bay, soutenu par MSF, à Baidoa, dans l'ouest de la Somalie.
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Des enfants admis pour malnutrition à l'hôpital régional de Bay, soutenu par MSF, à Baidoa, dans l'ouest de la Somalie.
© Yahya Mohammed/MSF

Somalia: Gewalt in Baidoa eskaliert – Zivilpersonen müssen geschützt werden und Spitäler zugänglich bleiben

Ärzte ohne Grenzen ist zutiefst besorgt über die Auswirkungen der eskalierenden Gewalt in Baidoa, im somalischen Bundesstaat South West. Medizinisches Personal wurde bei den Kampfhandlungen getötet oder verletzt. Bei dem jüngsten Vorfall wurde Berichten zufolge eine Gesundheitseinrichtung schwer beschädigt und ein Krankenwagen geplündert. Der Zugang der Zivilbevölkerung zu lebenswichtiger medizinischer Versorgung ist massiv eingeschränkt.

Am Morgen des 28. September kam es in und um die Stadt Baidoa erneut zu schweren Kämpfen. Berichten zufolge wurde dabei eine Gesundheitseinrichtung schwer beschädigt und eine Person, die im Gesundheitswesen tätig war, wurde getötet. Ein Krankenwagen wurde geplündert. Zivile Wohnhäuser sollen ebenfalls angegriffen worden sein. Zwei medizinische Mitarbeitende, die mit den Teams von Ärzte ohne Grenzen arbeiten, wurden ausgeraubt, eine Person wurde dabei verletzt.

Innerhalb von sechs Wochen sind in Baidoa nun zum dritten Mal Kämpfe ausgebrochen – mit verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung. Es ist inakzeptabel, dass Zivilpersonen und die Gesundheitsversorgung in die Gewalt hineingezogen werden. Verletzte brauchen sofortige medizinische Hilfe. Doch viele können das Spital nicht erreichen. Ohne rechtzeitige Behandlung können viele verbluten.

Elshafie Mohammed, Landesvertreter von Ärzte ohne Grenzen in Somalia.

«Gesundheitseinrichtungen, medizinisches Personal und Patient:innen dürfen niemals angegriffen werden. Wir rufen alle Konfliktparteien auf, Zivilpersonen und zivile Infrastruktur zu schützen und sicherzustellen, dass Patient:innen Gesundheitseinrichtungen sicher, ohne Angst, Verzögerung oder Behinderung erreichen können», so Elshafie Mohammed weiter.

Bislang haben die medizinischen Teams von Ärzte ohne Grenzen, die gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium im Bay Regional Hospital arbeiten, 69 von der Gewalt betroffene Patient:innen aufgenommen, darunter fünf Kinder. Drei Personen sind verstorben.

Die Strassen zu den Spitäler in Baidoa sind seit Beginn der Kämpfe blockiert, was den Zugang zu medizinischer Versorgung stark einschränkt. Nur wenige Verwundete haben es seither bis zum Bay Regional Hospital geschafft.

Ärzte ohne Grenzen befürchtet, dass viele Verwundete weiterhin keine ausreichende Behandlung bekommen, und rechnet damit, dass weitere Patient:innen im Spital eintreffen, sobald die Zugangswege wieder geöffnet sind. Die Unterbrechung betrifft nicht nur die Verletzten, sondern auch Menschen, die andere dringende und lebenswichtige medizinische Versorgung benötigen.

Auch am 17. August kam es in und um die Stadt Baidoa zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Teams im Bay Regional Hospital nahmen damals 94 Verwundete auf, darunter 29 Frauen und 20 Kinder, von denen fünf jünger als fünf Jahre waren. Vier Personen sind verstorben, darunter eine junge Frau.

Am Morgen des 3. September kam es zu einer weiteren Welle bewaffneter Zusammenstösse. Die Teams im Bay Regional Hospital nahmen 71 Verwundete auf, darunter 15 Frauen und 12 Kinder. Eine Person ist verstorben. ​

Ärzte ohne Grenzen fordert alle Konfliktparteien dringend auf, die Regeln des humanitären Völkerrechts einzuhalten und Zivilpersonen, Patient:innen, medizinisches Personal sowie medizinische Einrichtungen zu schützen.