Le drapeau de MSF flottant au vent à la base du projet d'Aweil.
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Die Flagge von Ärzte ohne Grenzen weht am Projektstandort in Aweil im Wind.
© Frederic Seguin/MSF

Ebolafieber in Kenia bestätigt: Ärzte ohne Grenzen unterstützt bereits Vorsorge und Training

Nach der Mitteilung des kenianischen Gesundheitsministeriums über den ersten bestätigten Ebolafieber-Fall im Land sowie den anschließenden Todesfall in Nairobi verfolgt Ärzte ohne Grenzen die Entwicklung in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium und weiteren Akteur*innen mit großer Aufmerksamkeit. Seit Beginn des aktuellen Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo unterstützen unsere Teams in Kenia aktiv die Vorsorge an mehreren Standorten.

Im Juni 2026 eröffneten wir in Kajiado nahe Nairobi ein Ebola-Simulations- und Trainingszentrum. Ziel ist es, die Vorbereitungsmaßnahmen sowohl für unsere Mitarbeitenden, die in die DR Kongo entsandt werden, als auch für Mitarbeitende des Gesundheitsministeriums, lokale Gesundheitsfachkräfte und Partnerorganisationen zu stärken. Die Einrichtung bildet ein Ebola-Behandlungszentrum realitätsnah nach. Dort bieten wir Schulungen zum sicheren Umgang mit Schutzausrüstung, zu Maßnahmen der Infektionsprävention und -kontrolle sowie zu Notfallabläufen an. Insgesamt wurden dort bisher 355 Fachkräfte geschult, darunter 84 kenianische Gesundheitsfachkräfte. 

Im Juli richtete die Gesundheitsbehörde in Mombasa mit unserer Unterstützung zudem ein Ebola-Trainingszentrum im Port Reitz Sub-County Hospital ein, um besser auf einen möglichen Ausbruch vorbereitet zu sein. Zuletzt haben unsere Teams im Bezirk Busia an der Grenze zwischen Kenia und Uganda Mitarbeitende des Gesundheitsministeriums bei Vorsorgemaßnahmen unterstützt, unter anderem bei der Isolierung und Versorgung von Verdachtsfällen sowie bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle. 

Ärzte ohne Grenzen verfügt über umfassende Erfahrung in der Bekämpfung von Ebolafieber-Ausbrüchen, auch im Rahmen des laufenden Einsatzes in der DR Kongo, wo sich mehr als 8.600 Menschen infiziert haben und mehr als 4.100 gestorben sind.  

Über die Versorgung von Patient*innen hinaus unterstützen wir Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle und fokussieren gezielt die Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinschaften. Eine der wichtigsten Lehren aus bisherigen Einsätzen ist, dass eine enge Einbindung der Bevölkerung und vertrauenswürdige Informationsquellen entscheidend sind, um Ängsten und Falschinformationen entgegenzuwirken, Vertrauen aufzubauen und eine wirksame Reaktion im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu ermöglichen.