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Mitarbeitende:r von Ärzte ohne Grenzen positiv auf Ebola-Krankheit getestet
Demokratische Republik Kongo 2 Min.
Ärzte ohne Grenzen bestätigt, dass eine für die Organisation tätige Person, die in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) an der Eindämmung des Ebola-Ausbruchs mitgewirkt hat, positiv auf das Bundibugyo-Virus getestet wurde. Sie wird nun unter strengen medizinischen Schutzmassnahmen in ein dafür vorgesehenes Spital in den Niederlanden evakuiert. Dafür stimmen wir uns eng mit den zuständigen Gesundheitsbehörden in der DR Kongo und in den Niederlanden ab.
Um die ärztliche Schweigepflicht zu wahren und die Privatsphäre der betroffenen Person zu schützen, können wir keine genaueren Angaben zu dieser oder anderen einzelnen Evakuierungen aus medizinischen Gründen machen.
Die Auswirkungen der aktuellen Krise in der DR Kongo auf die Menschen sind beispiellos. Die betroffenen Communitys sind mit dem bislang grössten Ebola-Ausbruch des Landes konfrontiert. Seit Mai wurden mehr als 8000 Fälle bestätigt und 4000 Todesfälle gemeldet, wobei die tatsächliche Zahl der Betroffenen wahrscheinlich höher liegt. Grund dafür sind Lücken in der epidemiologischen Überwachung und Identifizierung von Fällen. Medizinische Fachkräfte gehören zu den am stärksten durch den Ausbruch gefährdeten Gruppen. Obwohl Ärzte ohne Grenzen ihre Mitarbeitenden schult und alles tut, um ihnen ein Höchstmass an Schutz zu bieten, kann das Risiko einer Ansteckung nie vollständig ausgeschlossen werden.
Wir stehen solidarisch an der Seite all jener, die sich in der DR Kongo an vorderster Front für die Eindämmung des Ebola-Ausbruchs einsetzen. Ihr Mut, ihr Engagement und ihre Entschlossenheit tragen entscheidend dazu dabei, die Menschen in den betroffenen Regionen zu schützen und Leben zu retten.
Ärzte ohne Grenzen ist derzeit in den Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Tshopo und Haut-Uélé aktiv, um bei der Eindämmung des Ausbruchs zu unterstützen. Gemeinsam mit den kongolesischen Gesundheitsbehörden und den betroffenen Gemeinden werden wir weiterhin alles daransetzen, den Ausbruch unter Kontrolle zu bringen