Kamerun ist ein zentralafrikanisches Land mit relativ stabiler politischer Lage, doch das kamerunische Gesundheitssystem kann den Bedarf der Bevölkerung nur ungenügend abdecken. Eine Aids-Pandemie stellt das Land vor grosse medizinische Herausforderungen. Obwohl seit dem 1. Mai 2007 eine kostenlose antiretrovirale (ARV) Erstlinientherapie erhältlich ist, fällt es den zuständigen Einrichtungen schwer, eine gute Betreuung der Patienten zu gewährleisten. Dies ist insbesondere auf die fehlenden Finanzen und einen Mangel an medizinischem Personal zurückzuführen.
MSF ist seit 1984 in Kamerun tätig und war eine der ersten Hilfsorganisationen, die im Land eine antiretrovirale Behandlung eingeführt hat. Heute behandelt MSF HIV-Patienten, die eine Medikamentenresistenz entwickelt haben, indem sie diesen eine Zweitlinientherapie ermöglicht.
In Akonolinga, einer Stadt im Zentrum Kameruns, behandeln die Teams von MSF Patienten, die an Buruli-Ulkus erkrankt sind. Diese Infektion, deren Erreger mit den Erregern von Lepra und Tuberkulose verwandt ist, kann schmerzhafte Wunden und Behinderungen hervorrufen und führt oftmals zur gesellschaftlichen Stigmatisierung der Erkrankten.





