Im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) leidet vor allem die Zivilbevölkerung unter dem Konflikt, der bereits mehr als zehn Jahre andauert. Im ganzen Land ist die Kinder- und Müttersterblichkeit durch das seit Jahrzehnten vernachlässigte Gesundheitssystem stark gestiegen, und die Lebenserwartung ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine der niedrigsten der Welt.
MSF unterstützt die Bevölkerung im Nordosten der DRK seit 2001. Dabei konzentrierte sich die Arbeit bis 2007 zunächst auf das städtische Spital von Dungu in Haut-Uélé. Die Bevölkerung dieses isolierten Bezirks der Provinz Orientale hatte zuvor keinerlei Zugang zu medizinischer Versorgung. Seit September 2008 versorgt MSF zudem Bewohner des Haut-Uélé, die den Angriffen der Lord's Resistance Army (LRA) zum Opfer fallen. Im selben Jahr startete MSF ein Projekt zur Behandlung der Schlafkrankheit.
2003 bricht im etwas weiter südlich gelegenen Bezirk Ituri ein Konflikt zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppen, Miliz und Regierungstruppen aus. MSF errichtet daraufhin ein Spitalzentrum in der Stadt Bunia. Heute bietet MSF der durch die sporadischen Kämpfe vertriebenen Bevölkerung eine medizinische Versorgung im weiter südlich gelegenen Gety.







