Tuberkulose (TB) ist eine Infektionskrankheit, von der bevorzugt die Lunge, seltener aber auch andere Organe befallen werden. Bei den Erregern handelt es sich um Mycobakterien, namentlich das Mycobacterium tuberculosis.
Ein Drittel der Weltbevölkerung ist infiziert und jährlich sterben 2 Millionen Menschen an dieser Krankheit. Die weitaus meisten Tuberkulosefälle treten in den Entwicklungsländern auf.
Infolge der HIV-Pandemie häufen sich auch die Tuberkuloseerkrankungen, da die beiden Infektionen häufig assoziiert sind. Ein HIV-infizierter Patient mit geschwächtem Immunsystem hat ein 50mal höheres Risiko, an Tuberkulose zu erkranken. Insbesondere in Russland, Osteuropa und Zentralasien ist ein signifikanter Anstieg von TB-Fällen zu verzeichnen, bei denen die TB-Erreger gegen Antituberkulotika resistent sind. Dabei stellen die Gefängnisse in diesen Regionen aufgrund von Überbelegung, desolaten Hygienebedingungen und häufig unangemessener Therapie ein beträchtliches Erregerreservoir dar, in dem sich Resistenzen entwickeln.








