Fumetto : Reportage aus Calais
7. März 2026 / 15. März 2026 Montag bis Samstag: 10:00–20:00, Sonntag: 10:00–18:00
Luzern , Kornschütte, Kornmarkt 3
Auf der Suche nach einem besseren Leben stranden unbegleitete Minderjährige aus dem Sudan in Calais. Die Comic-Zeichnerin Léandre Ackermann hat sie im Tageszentrum von Ärzte ohne Grenzen besucht. Die daraus entstandene Reportage wird am diesjährigen Fumetto erstmals gezeigt.
Eigentlich sollten sie arbeiten, studieren oder Zeit mit ihren Familien verbringen. Stattdessen sind die unbegleiteten Jugendlichen aus dem Sudan auf der Suche nach einem besseren Leben in Calais gestrandet. In ihrer Heimat haben sie Traumatisches erlebt; der Krieg hat das Leben von Millionen zerstört, zehntausende Tote gefordert und zu einer der grössten humanitären Krisen geführt, Millionen mussten flüchten. Auf ihrer Flucht waren die Minderjährigen immer wieder Gewalt ausgesetzt und auch in Calais kämpfen sie täglich ums Überleben.
Unbegleitete Minderjährige stehen unter konstanter Anspannung. Im Tageszentrum von Ärzte ohne Grenzen in Calais können sie für ein paar Stunden durchatmen: duschen, waschen, etwas essen, spielen sowie psychologische und medizinische Betreuung erhalten.
Léandre Ackermann hat das Zentrum besucht und mehrere Tage mit den Jugendlichen verbracht. Ihre Comic-Reportage vereint verschiedene Erzählstränge und zeugt von Trauma, Stärke und der Suche nach Schutz und Würde.