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Ärzte ohne Grenzen unterstützt die Evakuierung von 13 schwer verletzten Kindern aus dem Gazastreifen in die Schweiz
1 Min.
Nach zwei Jahren intensiver Kriegshandlungen ist das Gesundheitssystem in Gaza zerstört. Tausende Menschen leiden an komplexen Verletzungen durch Schusswaffen und Bomben oder an anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs oder Nierenversagen.
Wir begrüssen das Engagement des Bundes und der Kantone. So konnten 20 Patient:innen aus dem Gazastreifen in Schweizer Spitälern eine lebensrettend Behandlung erhalten. Diese Evakuierungen verändern und retten Leben.
Bis heute sind nämlich bereits 900 Patient:innen – darunter 137 Kinder – gestorben, bevor sie für eine Behandlung evakuiert werden konnten, und über 16 500 weitere stehen noch immer auf der Warteliste für eine medizinische Evakuierung.
Laut WHO wurden bis zum 21. Oktober tausende Patient:innen aus dem Gazastreifen evakuiert, darunter 3995 nach Ägypten, 1499 in die Vereinigten Arabischen Emirate und 970 nach Katar. Ärzte ohne Grenzen spricht allen Ländern, die diese lebenswichtigen Evakuierungen durchgeführt haben, ihren Dank aus und fordert Staaten mit entsprechenden Ressourcen auf, ihre Anstrengungen zu verstärken, um so viele Patient:innen wie möglich zu retten.
Auch einen Monat nach dem Waffenstillstand im Gazastreifen sind die Lebensbedingungen nach wie vor katastrophal: Wichtige Teile der Infrastruktur sind zerstört, es finden Massenvertreibungen statt und die humanitäre Hilfe ist unzureichend, Fast täglich werden Palästinenser:innen durch die israelischen Streitkräfte getötet oder verletzt, während humanitäre Hilfe weiterhin stark eingeschränkt bleibt. Die israelischen Behörden müssen umgehend dafür sorgen, dass humanitäre Hilfe ungehindert in den Gazastreifen gelangen kann und die Evakuierung all jener Patient:innen ermöglichen, die vor Ort nicht angemessen versorgt werden können.