Le drapeau de MSF flottant au vent à la base du projet d'Aweil.
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Die Flagge von Ärzte ohne Grenzen weht am Projektstandort in Aweil im Wind.
© Frederic Seguin/MSF

Sturzflut in Nepal: Team von Ärzte ohne Grenzen eingetroffen

Nach der schweren Sturzflut im Distrikt Rasuwa in Nepal ist ein Team von Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) in Nepal eingetroffen. Das Team hat Erfahrung mit Nothilfeeinsätzen und erhebt aktuell die unmittelbaren Bedarfe der Bevölkerung. Ärzte ohne Grenzen steht bereit, in den betroffenen Gebieten umgehend humanitäre und medizinische Hilfe zu leisten und Nepal bei der Bewältigung dieser Tragödie zu unterstützen.

Die Fluten haben die Gebiete Timure, Rasuwagadhi und Syabrubesi mit voller Wucht getroffen. Es ist zu befürchten, dass mehrere Hundert Menschen ums Leben gekommen sind. Viele werden noch vermisst. Schätzungen zufolge haben die Flutwellen an manchen Orten eine Höhe von 8 bis 10 Metern erreicht und erhebliche Schäden an Siedlungen, Märkten und Infrastruktur verursacht.

In der Stadt Mugling im Distrikt Chitwan geht das Wasser inzwischen zurück. Die Behörden warnen aber, dass die Gefahr weiterhin hoch bleibt, da der blockierte Flussabschnitt flussaufwärts noch nicht vollständig geräumt ist.

Für Gemeinden entlang der Flüsse Bhotekoshi und Trishuli wurde höchste Alarmstufe ausgerufen, insbesondere in den Distrikten Rasuwa, Nuwakot, Dhading, Gorkha und Chitwan. Menschen, die an Flussufern leben, wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Die Behörden führen in den betroffenen Gebieten Such- und Rettungseinsätze durch und haben eine umfassende medizinische Notfallreaktion eingeleitet.

Das Team von Ärzte ohne Grenzen traf weniger als 24 Stunden nach der Flut in Nepal ein. Die Mitarbeitenden stehen bereits im Austausch mit Gesundheitseinrichtungen, um zu prüfen, ob die Hilfsorganisation unterstützen kann. Aus jahrelanger Erfahrung mit ähnlichen Notsituationen ist klar, dass die Menschen in den betroffenen Gebieten dringend Notunterkünfte, Notfall-Kits, sauberes Wasser und Latrinen benötigen, sowie darüber hinaus medizinische und psychologische Notfallversorgung.