Ärzte ohne Grenzen arbeitet auf der Grundlage einer gemeinsamen Charta. Unsere Teams setzen sich aus Gesundheitsfachpersonen, Logistiker:innen und administrativen Mitarbeitenden aus Dutzenden von Ländern zusammen, darunter sowohl internationales als auch lokal rekrutiertes Personal. Nach einer sorgfältigen Analyse der Bedürfnisse der betroffenen Menschen leisten wir Hilfe nach den Grundsätzen der medizinischen Ethik und der humanitären Hilfe.
Unparteilichkeit bildet das Fundament unserer Arbeit. Wir leisten medizinische Hilfe ohne Diskriminierung und orientieren uns dabei an den dringendsten Bedürfnissen. Ärzte ohne Grenzen wahrt die Neutralität und ergreift in bewaffneten Konflikten keine Partei. Dennoch äussern wir uns öffentlich, wenn unsere humanitäre Arbeit behindert wird oder wir Verstösse gegen das Völkerrecht beobachten.
In Konfliktsituationen macht Ärzte ohne Grenzen auf das Leid der Betroffenen aufmerksam, insbesondere auf das der Zivilbevölkerung, und bezieht dazu auch öffentlich Stellung.
Unsere Teams berichten über das, was sie im Gazastreifen und im Westjordanland mit eigenen Augen sehen und selbst erleben. Auch zahlreiche Beobachter:innen, Rechtsexpert:innen, Menschenrechtsorganisationen sowie mehrere Berichte der Vereinten Nationen beschreiben die vollständige Zerstörung des Gazastreifens. Dazu zählen die Zerstörung des Gesundheitssystems durch Israel, die Abriegelung des Gebiets, der unzureichende Schutz der Zivilbevölkerung und ziviler Infrastruktur sowie die menschengemachte Hungersnot, die zusammen Merkmale eines Genozids aufweisen.
Letzte Aktualisierung: 12. Februar 2026