Ärzte ohne Grenzen unterstützt im Gazastreifen derzeit zwei öffentliche Spitäler und betreibt zusätzlich zwei Feldspitäler. Die Teams arbeiten ausserdem in vier allgemeinen Gesundheitszentren und drei weiteren Kliniken. Darüber hinaus haben sie sechs neue Versorgungsstellen eröffnet, in denen sie Wunden behandeln und grundlegende medizinische Leistungen anbieten.
Seit dem 1. März 2026 – nach der Aufforderung Israels an 37 Nichtregierungsorganisationen, darunter Ärzte ohne Grenzen, den Gazastreifen und das Westjordanland zu verlassen – leisten vor Ort nur noch unsere palästinensischen Kolleg:innen Hilfe (rund 1300 Mitarbeitende).
Allein im Jahr 2025 führten die Teams von Ärzte ohne Grenzen fast 800 000 ambulante Behandlungen durch, versorgten über 100 000 Verletzte, nahmen 22 700 chirurgische Eingriffe vor, verabreichten 45 000 Impfungen und boten mehr als 40 000 individuelle psychologische Beratungen und Gruppensitzungen an. Zudem verteilten die Teams mehr als 700 Millionen Liter Wasser und produzierten nahezu 100 Millionen Liter sauberes Trinkwasser. Viele der von Ärzte ohne Grenzen erbrachten Leistungen sind andernorts im Gazastreifen aufgrund der Zerstörung des Gesundheitssystems und der Infrastruktur durch Israel kaum oder gar nicht mehr verfügbar.
Letzte Aktualisierung: 21. April 2026