Niger - Mangelernährung bekämpfen

Zinder, Niger, 06.10.2010
Ernährungsprogramme im Süden des Landes, Zinder, Niger, 06.10.2010.
© David Di Lorenzo/MSF
Zinder, Niger, 01.12.2010
Malaria und Epidemien, Zinder, Niger, 01.12.2010.
© Philippe Latour / MSF
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Wo ist das?
Niger
MSF Zahlen
Lokale Mitarbeiter:
639
Int. Mitarbeiter:
34
Budget:
CHF 12'888'000
Eckdaten(ch - Zahlen)
Fläche
1'267'000 km²()
Einwohnerzahl
15'306'252 Mio.()
Ärztedichte
0.04 auf 1000()
Säuglingssterblichkeit
116.66 auf 1000()
Lebenserwartung Männer
51.39 Jahre()
Lebenserwartung Frauen
53.85 Jahre()
Quelle: Brockhaus
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Video
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Der Niger ist heute politisch stabil, gehört aber nach wie vor zu den ärmsten Ländern des afrikanischen Kontinents. Ernährungskrisen sind ein chronisches Problem, doch durch die besonders schlechte Ernte im Jahr 2009 hat sich die Lage erheblich verschärft. 2010 galten über 15 Prozent der Kinder als mangelernährt und gut drei Prozent der unter Fünfjährigen litten an einer schweren, akuten Mangelernährung.

MSF arbeitet seit Juli 2005 im Niger. Seit einigen Jahren umfassen die Ernährungsprogramme der Organisation im Niger auch einen präventiven Ansatz; Kinder unter zwei Jahren, denen eine Mangelernährung droht oder die bereits leicht mangelernährt sind, erhalten gebrauchsfertige therapeutische Zusatznahrung, damit sich ihr Zustand nicht verschlechtert.

Im Jahr 2010 wurde dieser innovative Ansatz erstmals auch von der nigrischen Regierung, der UNO und deren Partnerorganisationen aufgegriffen – mit dem Ziel, über 650'000 Kinder zu erreichen. In der Region Zinder verteilten die Teams von MSF therapeutische Zusatznahrung an mehr als 110'000 Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren. Die vorläufigen Ergebnisse einer in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 in der Region Zinder durchgeführten Studie zeigen, dass die Sterblichkeitsrate durch diese Strategie deutlich gesenkt werden konnte.

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