Dengue

Honduras, 24.09.2012
Honduras, 24.09.2012
© Natacha Buhler/MSF
Honduras, 26.08.2010
Honduras, 26.08.2010
© Juan Carlos Tomasi
Kab Verde, 24.10.2009
Kab Verde, 24.10.2009
© Iza Ciglenecki
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Denguefieber ist eine virale Infektionskrankheit, die von einer Mücke übertragen wird. Die Symptome sind denen einer Grippe ähnlich: hohes Fieber, starke Kopf-, Gelenk- und Gliederschmerzen sowie in manchen Fällen Hautausschlag. Jährlich erkranken weltweit ungefähr 50 Millionen Menschen an der einfachen Form von Denguefieber, die relativ mild verläuft. Bei einem schweren Krankheitsverlauf kann jedoch ein hämorrhagisches Denguefieber auftreten, das zum Tod führen kann, insbesondere bei Kindern.

Von der schweren Dengue-Form sind ungefähr ein Prozent aller Fälle betroffen (rund 500'000 Personen). Diese äussert sich in einer Anschwellung der Leber (Hepatomegalie), in Stimmungsschwankungen (Gereiztheit, Verwirrtheit, Lethargie), Blutungen (des Zahnfleischs, des Magen-Darm-Trakts) sowie manchmal in Schocksymptomen. Ohne fachgerechte Behandlung führt das hämorrhagische Denguefieber bei einer von fünf Personen zum Tod. Besonders betroffen sind Säuglinge und kleine Kinder.

Es existiert keine spezifische Therapie für Denguefieber. Die Behandlung beschränkt sich auf die Linderung der Symptome mit Medikamenten gegen Fieber und Schmerzen. Bei der schweren Krankheitsform hingegen ist eine Spitaleinweisung erforderlich. Die Patienten müssen unbedingt rehydriert werden – oral oder intravenös – und ständig überwacht werden für den Fall, dass sich ihr Zustand verschlechtert.

Es gibt keine wirksame Impfung gegen Denguefieber. Da die Krankheit durch eine Mücke übertragen wird, besteht die persönliche Vorbeugung in der Verwendung von Moskitonetzen und mückenabweisenden Mitteln. Umfassendere Präventionsmassnahmen beinhalten die Beseitigung der Larvenbrutstätten oder den grossflächigen Einsatz von Insektiziden.

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