Buruli-Ulkus

Kamerun, 28.06.2013
Wenn Buruli-Ulkus nicht rasch behandelt wird, breitet sich die Geschwürbildung aus und kann schwere körperliche Behinderungen verursachen.
© Tristan Pfund/MSF
Kamerun, 28.06.2013
Ungefähr die Hälfte aller Betroffenen sind Kinder unter 15 Jahren.
© Tristan Pfund/MSF
Kamerun, 28.06.2013
Die Behandlung besteht aus drei Teilen: der Verabreichung von Antibiotika, der Versorgung der Wunden sowie aus Physiotherapie.
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Buruli-Ulkus gehört zu den sogenannt vernachlässigten Tropenkrankheiten. Es handelt sich um eine chronische Hautinfektion, die von einem Mykobakterium verursacht wird. Es bilden sich grossflächige Geschwüre, die die Betroffenen stark entstellen. Häufig leiden die Patienten auch unter sozialer Stigmatisierung.

Buruli-Ulkus kommt in etwa dreissig afrikanischen Ländern vor, aber auch in Australien und in Neu-Guinea. Ungefähr die Hälfte aller Betroffenen sind Kinder unter 15 Jahren.

In Zusammenarbeit mit den kamerunischen Gesundheitsbehörden diagnostiziert und behandelt MSF seit 2002 Patienten mit Buruli-Ulkus im Distrikt Akonolinga. Dort errichtete die Organisation ein spezielles Behandlungszentrum auf dem Spitalgelände, wo seither mehr als 1'100 Patienten behandelt wurden. Innerhalb von zehn Jahren hat sich das Vorgehen von MSF bei der Behandlung der Krankheit stark entwickelt. Heute umfasst die Behandlung das Verabreichen von Antibiotika, die Versorgung der Wunden, teilweise auch chirurgische Eingriffe zur Entfernung von infiziertem Gewebe sowie Physiotherapie, um die Muskelverhärtungen zu lösen.

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