Pest

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Isolationsstation für Lungenpest-Patienten. DR Kongo, 2005
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Wie zeigt sich Pest?

Die Infektionskrankheit macht sich zuerst durch Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie allgemeines Unwohlsein bemerkbar und kann darauf drei Formen annehmen:

  • Bubonenpest > Befall der Lymphknoten (die häufigste Form): Der Patient hat einen oder mehrere schmerzhaft entzündete Lymphknoten, Bubonen genannt, häufig in der Leistenbeuge.
  • Pestseptikämie > allgemeiner Befall: Das Bakterium ist in den Blutkreislauf eingedrungen, und der Patient weist eine allgemeine Infektion auf. Eine Pestseptikämie entsteht entweder direkt oder entwickelt sich aus einer Bubonenpest.
  • Lungenpest > Befall der Lungen: Der Patient hat Atemwegsprobleme mit Husten, Schmerzen in der Brust, Blutsauswurf und Atemnot.

Seltener zeigt sich die Krankheit als Meningitis (Entzündung der Hirn- und/ oder Rückenmarkshäute).

Die Pest weist eine hohe Sterblichkeit (ca. 50%) auf, falls nicht sofort eine Behandlung eingeleitet wird.

Wie wird Pest übertragen?

Das Pestbakterium kommt natürlich bei Nagetieren vor (oft Ratten). Die Krankheit kann entweder durch Stiche infizierter Flöhe oder direkten Kontakt mit Blut oder Gewebe des Nagetiers über Hautverletzungen auf den Menschen übertragen werden (z.B. beim Häuten eines Tiers).

Die Übertragung von Mensch zu Mensch geschieht durch Flohstiche oder bei der Lungenpest über die Luft. Diese Form ist in der Tat besonders ansteckend und verlangt eine Isolation der Erkrankten und eine Gesichtsmaske für das Pflegepersonal.

Wie kann dieser Infektion vorgebeugt werden?

Zur Vorbeugung müssen die Flöhe bekämpft werden, indem man Kleidung und Personen mit (pulverförmigen) Insektiziden behandelt. Die strikte Einhaltung von Hygieneregelen ist unerlässlich. Langfristig sind Sanierungsarbeiten wünschenswert, damit sich die Ratten nicht weiter ausbreiten.

Es gibt einen Impfstoff, allerdings hat er sich bei Epidemien als nicht genügend wirksam erwiesen.

Wie lässt sich Pest diagnostizieren und behandeln?

Zur Diagnose reicht eine Blut- oder Speichelentnahme oder eine Lymphknotenpunktion. Mit diesen Proben kann das Bakterium in einem einfachen Schnelltest nachgewiesen werden, der ohne Labor auskommt. Im Zweifelsfall können weitere Tests im Labor die Diagnose bestätigen.

Antibiotika sind hoch wirksam gegen die Pest, wenn sie dem Patienten frühzeitig und nicht erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium verabreicht werden.

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