Dengue

Indonesien, 12.12.2005
Dengue wird von einer weiblichen am Tag aktiven Stechmücke mit dem Namen Aedes aegyptizur übertragen.

Welches sind die Symptome des Dengue-Fiebers?

Es gibt zwei Arten von Dengue-Fieber, das «klassische» Dengue, eine eher harmlose Form und eine schwerwiegendere Variante mit inneren Blutungen und/oder Schockzuständen.

"Klassisches" Dengue-Fieber

Das «klassische» Dengue-Fieber äussert sich mit den folgenden Grippesymptomen: Fieber, Kopfschmerzen, Schmerzen hinter den Augenhöhlen, Muskel- und Gelenkschmerzen. Hinzu kommt häufig ein Hautausschlag, der einige Tage nach Krankheitsbeginn ausbricht.

Hämorrhagisches Dengue-Fieber

Das hämorrhagische Dengue-Fieber beginnt auf die gleiche Weise, d.h. mit hohem Fieber, mündet danach in eine ernsthafte Krankheit, mit Anzeichen für Blutungen auf der Haut, den Schleimhäuten und verschiedenen Organen. Auch ein Anschwellen der Leber ist möglich.

Nach Abflauen des Fiebers kann ein plötzlicher Schock in stärkerer oder schwächerer Form auftreten. Dies erfolgt durch die hohe Durchlässigkeit der Blutgefässe. Die Blutflüssigkeit flieht in die Nebengewebe, was einen Kreislaufkollaps verursacht (Abfall des arteriellen Blutdrucks, Herzstillstand). Die Sterblichkeit kann sehr hoch sein, wenn der Patient nicht rechtzeitig und fachgerecht behandelt wird.

Wie wird Dengue übertragen?

Das Dengue-Fieber wird von einer weiblichen Stechmücke der Aedes-Familie übertragen. Die Mücke infiziert sich beim Stechen einer infizierten Person. Sie überträgt dann das Virus, wenn sie weitere Menschen sticht. Sie ist der einzige Vektor der Infektion. Es besteht keine direkte Übertragungsgefahr von Mensch zu Mensch.

Wie kann man Dengue vorbeugen?

Das bislang einzige Mittel zur Bekämpfung dieser Infektion besteht in der Ausrottung der Stechmücken. Insektensprays werden in den Häusern und in grösseren Räumen eingesetzt. Die Sanierung von verseuchten Stellen (meistens stagnierende Gewässer), wo die weiblichen Mücken sich vermehren, gehört ebenfalls zu den Bekämpfungsmassnahmen. Bedrohte Bevölkerungsgruppen können sich mit Moskitonetzen und Abwehrstoffen schützen. Bisher ist es noch nicht gelungen, einen wirksamen Impfstoff zu entwickeln.

Es gibt vier verschiedene Serotypen des Dengue-Virus. Die für einen Typ entwickelte Immunität schützt nicht unbedingt oder dauerhaft gegen die übrigen Dengue-Erkrankungen. Es kann sogar sein, dass eine Sekundärinfektion einen noch schlimmeren Krankheitsverlauf zur Folge haben kann.

Wie kann Dengue diagnostiziert und behandelt werden?

Dengue-Fieber wird durch den Nachweis von Antikörpern gegen das Virus diagnostiziert. Bisher gibt es noch keine spezifische Behandlung für diese Infektionskrankheit, aber Massnahmen zur Fiebersenkung und Rehydrierung des Patienten sind angezeigt. Bei gefährlichem Dengue-Fieber ist es äusserst wichtig, dass die lebenswichtigen Parameter überwacht werden, damit bei Eintritt eines Schocks sofort Bluttransfusionen vorgenommen werden können. Diese medizinische Betreuung ist sehr wirksam und erlaubt, die Sterblichkeit stark zu reduzieren.

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