Buruli-Ulkus

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Durch Buruli-Ulkus hervorgerufene Verletzung. Kamerun, 2004.

Wie zeigt sich Buruli-Ulkus?

Die Infektion zeigt sich zunächst als kleines Knötchen, einen verhärteten Hautbereich oder ein Ödem an einer Gliedmasse (seltener am Rumpf oder im Gesicht).

Anschliessend entwickelt sich durch das Absterben des Gewebes (Nekrose) ein Geschwür, das sich immer weiter ausbreitet, bis es grosse Hautflächen bedeckt. Ein Toxin (Mycolakton) ist für die Ausweitung der Hautschädigung verantwortlich.

Im Allgemeinen tritt kein Fieber auf und der Patient hat keine oder fast keine Schmerzen, ausser wenn die Wunde gereinigt wird. Die Geschwüre können durch eine sekundäre Knochenmarksinfektion (Osteomyelitis) oder eine andere sekundäre Bakterieninfektion zu Komplikationen führen.
Die Hautspannungen durch die Narben, die operative Entfernung der Wunden sowie die manchmal nötige Amputation führen zu entsprechenden Behinderungen.

Wie wird Buruli-Ulkus übertragen?

Die genaue Übertragungsweise ist nicht bekannt.
Vermutet wird, dass das Bakterium insbesondere in feuchter Umgebung vorkommt (stehende Wasserflächen, Sümpfe, Seen, Flüsse mit kleiner Fliessgeschwindigkeit).

Die Übertragung auf den Menschen könnte bei Kontakt mit kontaminiertem Gewebe und Sekret über kleine Hautverletzungen erfolgen (Mikrotraumata) oder über Wasserinsekten und Stechmücken.

Wie kann dieser Infektion vorgebeugt werden?

Eine Vorbeugung ist schwierig, da man die Übertragungswege nicht kennt.
Sicher ist hingegen, dass frühzeitige Diagnose und Behandlung die Heilungschancen verbessern und das Risiko bleibender Schäden verringern.

Leider gehen die Betroffenen wegen des Fehlens grösserer Schmerzen und allgemeiner Anzeichen (wie etwa Fieber), wegen des alten Glaubens über diese Krankheit und der traditionellen Medizin oft erst spät zum Arzt. Das macht die Behandlung lange und aufwendig und ergibt häufiger Rückfälle und bleibende Schäden.

Wichtig ist deshalb, dass Bevölkerung und medizinisches Personal in betroffenen Gebieten sachgerecht informiert werden und die Anzeichen der Krankheit früh erkennen können.

Wie lässt sich Buruli-Ulkus diagnostizieren und behandeln?

In betroffenen Gebieten stützt sich die Diagnose in erster Linie auf eine Untersuchung und Befragung des Patienten; später können Labortests die Diagnose bestätigen.

Die Behandlung erfolgt in vier Schritten:

  1. Chirurgie: In einem frühen Krankheitsstadium kann das Geschwür leicht herausgeschnitten werden, und der Patient ist geheilt. In fortgeschrittenem Stadium kann der Chirurg vom Geschwür infiziertes Gewebe entfernen, was oft sehr mühselig ist. Danach ist eine Hauttransplantation nötig, um die Wunden abzudecken.
  2. Verbinden der Geschwüre
  3. Antibiotika: Ihre Wirksamkeit wird derzeit geprüft.
  4. Physiotherapie: Damit können Versteifungen, insbesondere im Bereich der Gelenke, gelöst werden.

 

 

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