Auch wenn die politischen Spannungen und die schwelenden Konflikte in gewissen Regionen Myanmars der Öffentlichkeit bekannt sind, bleiben die geringen nationalen und internationalen Investitionen in den Gesundheitssektor grösstenteils unbeachtet. Doch die Zahl der mit HIV/Aids infizierten Personen im Land beträgt etwa 240'000, und jedes Jahr werden in Myanmar etwa 80'000 neue Tuberkulosefälle registriert. Auf dem internationalen Parkett steht Myanmar weitgehend isoliert da und bei einem nationalen Gesundheitsbudget von drei US-Dollar pro Jahr und pro Person trifft die internationale humanitäre Hilfe nur tröpfchenweise ein.
MSF ist der Meinung, dass die Gesundheit der Bevölkerung von Myanmar nicht zum Spielball der nationalen Politik werden darf, deshalb ist die Organisation seit dem Jahr 2000 im Land tätig. Als 2008 der tropische Wirbelsturm Nargis über das Land fegte war MSF eine der wenigen humanitären Organisationen, die den betroffenen Menschen unmittelbar helfen konnte.
Heute liegt das Hauptziel von MSF darin, HIV/Aids- und Tuberkulosepatienten eine Therapie zu ermöglichen. MSF ruft die Regierung von Myanmar sowie andere Organisationen dazu auf, in neue Projekte zu investieren, um die Aidsproblematik gemeinsam zu bewältigen.





