MSF ist seit den 90er Jahren in Mosambik tätig. Seit Beginn der Jahre 2000 konzentrieren sich die Tätigkeiten der Organisation auf HIV/Aids und Nothilfe. In diesem Land im südlichen Afrika leben 22 Millionen Menschen. Gemäss Schätzungen sind 11,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) an HIV/Aids erkrankt. Rund 430‘000 von ihnen benötigen dringend eine lebensrettende antiretrovirale Behandlung (ARV). Sowohl HIV als auch Tuberkulose (TB) stellen ein ernsthaftes Gesundheitsproblem dar; bis zu 60 Prozent der TB-Patienten sind gleichzeitig mit dem HIV infiziert.
MSF setzt sich seit 2001 für HIV-Patienten in Mosambik ein. Die Organisation möchte damit zeigen, dass ein Engagement für die HIV-Behandlung auch in den finanzschwachen städtischen Gebieten Mosambiks, wie beispielsweise in Chamanculo in der Hauptstadt Maputo und in abgelegenen Regionen wie der Niassa-Provinz im Norden des Landes, möglich ist.
Seit dem Friedensabkommen von 1992, mit dem ein Schlussstrich unter 25 Jahre Bürgerkrieg gezogen wurde, durchläuft Mosambik eine Phase der politischen und wirtschaftlichen Reformen sowie der Verwaltungsreformen. Dennoch bleibt das Land eines der ärmsten der Welt. Der Grossteil der Bevölkerung (über 60 Prozent) muss mit weniger als zwei US-Dollar pro Tag und Person auskommen. Die unsichere Ernährungssituation und die weite Verbreitung von HIV/Aids zählen zu den wesentlichen Herausforderungen, denen sich das Land stellen muss.
Innerhalb der letzten zehn Jahre erlitt Mosambik mehrere Choleraepidemien. Das Land wird jedes Jahr von Naturkatastrophen, wie Wirbelstürmen und Überschwemmungen heimgesucht, die eine Ausbreitung der Cholera begünstigen.







