Auch im siebten Jahr der Gewalt und der politischen Spannungen nach Ausbruch des Krieges ist der Druck auf die Notfallkapazitäten des irakischen Gesundheitssystems gestiegen. Es mangelt nicht nur an Traumaversorgung, sondern auch an medizinischen Spezialbehandlungen.
Unsere Tätigkeit ist aufgrund der unsicheren Lage immer noch stark eingeschränkt. Unsere Teams reisen deshalb seit 2010 in einige der stabileren Regionen des Landes, um dort die komplexeren medizinischen Bereiche zu unterstützen und die Pflegestandards zu verbessern.
Obwohl viele medizinische Einrichtungen funktionsfähig sind, wird die Qualität der Pflege oft durch zu wenige Fachkräfte und mangelnde Weiterbildungsmöglichkeiten für das lokale Personal beeinträchtigt. Nach Angaben des irakischen Gesundheitsministeriums wurden im Verlauf des Konflikts Hunderte von Pflegepersonen und Ärzten getötet, viele andere flohen ins Ausland. Früher zählten die Ärzte im Irak zu den besten der Region und boten Pflege auf höchstem Niveau an, heute ist die Qualität einiger medizinischer Dienstleistungen jedoch stark beeinträchtigt.





