Medizinische Versorgung im Flüchtlingslager Dagahaley
Seit März 2009 arbeiten die medizinischen Teams von MSF an der Seite der Flüchtlinge in Dagahaley, eines der drei Flüchtlingslager von Dadaab im Nordosten Kenias. Das Lager wurde ursprünglich für 90'000 Personen konzipiert, doch inzwischen leben hier über 400'000 Flüchtlinge.
Seit 20 Jahren flüchten die mehrheitlich aus Somalia stammenden Flüchtlinge vor dem andauernden Konflikt in ihrer Heimat, um Zuflucht in den kenianischen Lagern zu finden. Doch die Infrastruktur reicht bei weitem nicht aus, um den Bewohnern der Lager angemessene Lebensbedingungen zu bieten.
2011 wurde Dadaab von einer noch nie dagewesenen Flüchtlingswelle überrannt. Die verheerende Dürre, der fehlende Zugang zu medizinischer Versorgung und die steigenden Lebensmittelpreise führten dazu, dass die Zahl der Flüchtlinge stark anstieg. Im Juli 2011 erreichten über 40'000 Neuankömmlinge die drei Lager, was zu katastrophalen Zuständen führte.
Die medizinischen Teams von MSF führen in Dagahaley ein Spital und fünf Gesundheitszentren. Mitte September 2011 hatten die medizinischen Teams von MSF Schweiz bereits über 3'300 mangelernährte Kinder behandelt und mehr als 16'000 Personen im ambulanten Ernährungsprogramm versorgt.
Behandlung von Kala-Azar in Kacheliba
In der kleinen Stadt Kacheliba im westlichen Kenia stellt MSF Schweiz kostenlose Behandlung für Patienten bereit, die an viszeraler Leishmaniose, auch Kala-Azar genannt, leiden. Die Krankheit, die unbehandelt tödlich sein kann, wird durch Sandfliegen übertragen.
In der Region, in der MSF aktiv ist, sind etwa 300'000 Personen von dieser Krankheit bedroht. Jedes Jahr behandeln die medizinischen Teams von MSF in Kenia um die 500 Kala-Azar-Patienten.





