Bunia – Demokratische Republik Kongo:
Seit Mai 2003 wird Opfern von sexueller Gewalt in der Region Ituri eine umfassende Versorgung angeboten.
Massnahmen für die sexuelle und reproduktive Gesundheit: Postexpositionsprophylaxe, Notfallverhütung, Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten, rekonstruktive Chirurgie usw.
Im Durchschnitt empfängt das Spital Bon Marché monatlich 120 Opfer von sexueller Gewalt. Angeboten wird auch eine Sprechstunde zur Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten sowie zum Thema Familienplanung.
MSF arbeitet mit dem Gesundheitsministerium, mit COOPI, CIP sowie zahlreichen Partnern vor Ort (Frauengruppen, kirchliche Einrichtungen usw.) zusammen.
Guatemala Ciudad:
Im April 2007 wurde eine Behandlungsmöglichkeit für Opfer sexueller und häuslicher Gewalt eingerichtet. 408 Personen wurden 2008 aufgrund von Gewalttaten behandelt. Die Behandlung umfasst allgemeinärztliche und psychologische Betreuung. Guatemala ist eines der gewalttätigsten Länder der Welt: Im vergangenen Jahr wurden dort 6'200 Personen getötet.2008 wurden im Ministerio Publico über 10'000 Fälle sexueller Gewalt offiziell angezeigt. 4'600 davon betrafen allein den Bezirk der Landeshauptstadt, in dem MSF arbeitet.
Die Teams von MSF konzentrieren sich auf die gefährlichsten Bereiche, insbesondere in den Vororten der Stadt, wo zahlreiche organisierte kriminelle Banden, die „Maras“, mit Gewalt Geld eintreiben. Es gibt auch zwei Spitäler, die Gewaltopfern eine spezielle Versorgung anbieten.
MSF arbeitet eng mit den nationalen Behörden und der Zivilgesellschaft zusammen, um die medizinische Behandlung der Opfer dieser Gewalttaten zu verbessern.




