HIV/Aids

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HIV/Aids Patienten in Lagos, Nigeria. 7. Juli 2006.

HIV/AIDS: die antiretrovirale Behandlung

Die Behandlung von HIV/AIDS basiert in erster Linie auf antiretroviralen Medikamenten (ARV), welche die Vermehrung von HIV erheblich reduzieren und so das Fortschreiten der Krankheit blockieren, ohne jedoch das Virus vollkommen vernichten zu können. Bei den meisten Patienten, auch solchen in fortgeschrittenen Stadien, wird das Virus dank dieser Medikamente wieder latent, die Immunität nimmt zu und die Symptome gehen zurück.

HIV/AIDS : Die Behandlung

Die Behandlung von Personen, die mit HIV leben, ist breit gefächert: Einerseits müssen Krankheiten, die die Immunschwäche begleiten, speziell behandelt werden. Sie werden als „opportunistische Krankheiten“ bezeichnet, weil sie die Beeinträchtigung körpereigener Abwehrkräfte ausnutzen, um ausbrechen zu können. Dazu gehört auch die Tuberkulose, eine Krankheit, die allein schon bei vielen Aids-Kranken zum Tod führen kann. Auch andere Krankheiten können tödlich verlaufen, bei angemessener Behandlung jedoch ist es möglich, den Zustand der Patienten zu verbessern.

In bestimmten Phasen der Krankheit können auch prophylaktisch Medikamente gegen Infektionen (Antibiotika) verschrieben werden, um opportunistische Krankheiten zu verhindern.

Weiterhin ist auch eine spezifische Behandlung von HIV möglich. Diese basiert auf antiretroviralen Medikamenten (ARV), welche die Vermehrung des HI-Virus erheblich senken, so dass einige Monate nach der antiretroviralen Behandlung das Virus im Blut praktisch nicht mehr nachweisbar ist. Die Immunität nimmt zu, Begleitkrankheiten gehen zurück. Wenn die Behandlung regelmässig durchgeführt wird, der Patient also eine gute Adhärenz zeigt, können die ARV mehrere Jahre lang wirksam bleiben. Leider ist das Virus immer häufiger gegen diese Medikamente resistent, so dass die Behandlung immer schwieriger wird. Wenn die zuerst verwendeten ARV nicht mehr helfen, kann eine zweite Gruppe von Medikamenten angeboten werden, die aber teurer sind und für die sich die Adhärenz als schwieriger erweisen kann.

HIV/AIDS: Die vollständige Kostenübernahme

Eine korrekte Überwachung von Menschen mit Aids ist notwendig, um den Erfolg der Behandlung insgesamt zu gewährleisten. Dafür werden regelmässig Kontrollen organisiert. Bei den Besuchen in medizinischen Einrichtungen werden die Aids-Kranken medizinisch untersucht und führen Gespräche mit so genannten Beratern. Diese geben Informationen zur Abstimmung der Behandlung und beraten die Patienten im Sinne der Fortsetzung einer guten Adhärenz. Gegebenenfalls wird – bei Verfügbarkeit - auch die Unterstützung durch einen professionellen Psychologen in Anspruch genommen.
Auch Labortests sind für die Behandlung des Patienten wichtig. Mit ihnen kann die Phase der Krankheit bestimmt werden. Die Lymphozytenanzahl insgesamt und speziell die Zahl der T-CD4-Lymphozyten ermöglicht es, den Grad der Immunschwäche des Patienten zu bestimmen. Leider ist die Zählung der CD4-Helferzellen in vielen benachteiligten oder isolierten Regionen noch nicht verfügbar. Um die Effizienz der Behandlung besser zu kontrollieren, müsste auch die Menge des Virus im Blut (Viruslast) gemessen werden, aber in Ländern mit beschränkten Ressourcen ist dieser Test noch sehr teuer und selten verfügbar.

In diesen Ländern gibt es ebenfalls noch keine Medikamente, die nach einem zweiten Fehlschlagen einer ARV-Therapie verwendet werden können. Die daraus resultierenden Konsequenzen werden sich bald zeigen. Da man vor nahezu 10 Jahren mit den ersten Therapien begonnen hat, benötigt derzeit bereits ein erheblicher Teil der Patienten eine zweite Behandlungslinie. Und obwohl diesen Bedürfnissen nachgekommen wird, bleibt eine dritte Option derzeit noch undenkbar, nämlich die Verabreichung sehr teurer Medikamente, die sich ärmere Länder ohne Hilfe von aussen nicht leisten können.

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