Schlafkrankheit

DR Kongo, Bobagala, 08.08.2013
Die Übertragung der Erreger erfolgt durch den Stich der Tsetsefliege.

Die Schlafkrankheit ist eine schwere parasitäre Krankheit, von der das hämolymphatische System (Blutkreislauf und Lymphsystem) und das zentrale Nervensystem betroffen sind. Sie hat eine Veränderung des Schlaf-Wach-Rhythmus zur Folge, und im Endstadium fällt der Patient in einen kontinuierlichen Dämmerzustand, was der Krankheit ihren Namen eintrug. Unbehandelt verläuft die Schlafkrankheit fast immer tödlich.

Die Krankheit tritt in Afrika südlich der Sahara auf, wo zwei Unterarten der Parasiten (Geisseltierchen, sog. Trypanosomen) verbreitet sind: Trypanosoma brucei gambiense in West- und Zentralafrika sowie Trypanosoma brucei rhodesiense in Ostafrika. Die Übertragung der Erreger erfolgt durch den Stich der Tsetsefliege.

Gegenwärtig ist das Testen auf die Schlafkrankheit ein komplexes Unterfangen, und die Behandlung erfolgt mittels Injektionen. Schon bald sollen jedoch ein Schnelltest und ein oral einzunehmendes Medikament – beide aktuell in klinischer Prüfung in einem unserer Projekte – erhebliche Verbesserungen bringen und das Vorgehen bei dieser Krankheit komplett verändern.

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