Cholera

Haiti, 06.11.2010
Ein Patient mit Cholera kann am Tag bis zu 25 l Wasser verlieren.
Cholera: eine fatale Krankheit, die einfach zu behandeln ist

Cholera ist eine akute bakterielle Darminfektion, die durch das Bakterium „Vibrio cholerae“ hervorgerufen wird. Dieses kommt in schmutzigen und stehenden Gewässern vor.

Die durch diese Krankheit hervorgerufenen Durchfälle und Erbrechen führen schnell zu schwerer Dehydrierung, die den Tod zur Folge haben kann. Ein Patient mit Cholera kann am Tag bis zu 25 l Wasser verlieren. Dieser massive Wasserverlust kann zu einem Schockzustand und schliesslich zum Tod führen.

Bei einer Epidemie verbreitet sich die Krankheit im Wesentlichen durch Ansteckung von Mensch zu Mensch, über Kontakt mit Exkrementen oder Erbrochenem. Begünstigt wird Cholera durch unzulängliche sanitäre Verhältnisse, schlechte Hygiene, fehlende Abwasserreinigung, Umsiedlung von Bevölkerungsgruppen (etwa in Flüchtlingslagern) und klimatische Faktoren.

Die Behandlung von Cholera ist einfach, aber sehr wirksam. Der Patient muss rehydriert werden, damit das verlorene Wasser und die verlorenen Elektrolyte (wie Natrium und Kalium) ersetzt werden. Dafür verwendet man oral einzunehmende Lösungen oder, in schwereren Fällen, Infusionen.

2010 war MSF bei Cholera-Epidemien in Haiti, im Tschad sowie in Niger im Einsatz.

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