Während bewaffneten Konflikten ist die Chirurgie oft die einzig mögliche medizinische Aktivität, um der Zivilbevölkerung zu helfen. Die Chirurgen arbeiten dann meist unter prekären Bedingungen, und vor Ort steht meist kaum Hilfsmaterial zu Verfügung.
Ein Versorgungsstop, die Beschädigung oder das Verschwinden eines Teils der Ausrüstung, die Abwanderung des medizinischen Personals und die somit materielle und personelle Unmöglichkeit, die notwendige Hilfe zu leisten, führen zu Arbeitsbedingungen, die nicht mehr viel mit der üblichen Arbeit eines Chirurgen gemein haben.
Bei mittelfristigen Programmen umfasst die Arbeit eines Chirurgen vor allem die Ausbildung von einheimischem Personal. Eine vollständige und genaue Beurteilung der Ausgangssituation ist dabei unbedingt notwendig. Nur so kann das Einsatzteam eine vollständige Analyse der Arbeitsbedingungen des Personals erstellen und ein Programm festlegen.





