Was sind die Symptome von Masern?
Rund zehn Tage nach Kontakt mit dem Virus entwickelt der Patient hohes Fieber, Husten, Nasenausfluss und/oder Bindehautentzündung sowie an der Backeninnenseite kleine weisse Flecken mit weißem Zentrum (Koplikflecken).Nach diesem Stadium breitet sich ein Hautausschlag von Kopf bis Fuss aus. Er hat die Form kleiner roter Flecken (mit Erhebungen), die zum Zusammenfliessen neigen.
Masern können harmlos verlaufen oder aber zu schwerwiegenden Komplikationen führen, wenn der Patient durch eine andere Krankheit (z.B. HIV, siehe Glossar) oder durch Mangelernährung geschwächt ist.
Das Risiko von Komplikationen ist bei Kleinkindern und Erwachsenen besonders hoch.
Zu den möglichen Komplikationen gehören Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Durchfall mit Dehydrierungsrisiko oder Hornhautentzündung mit dem Risiko einer vollständigen Erblindung.
Seltener greift das Virus das Nervensystem an und ruft eine Hirnhautentzündung hervor; dies kann einige Tage nach Ausbruch geschehen und zu verschiedenen neurologischen Schäden und in manchen Fällen sogar zum Tod führen.
Wie werden Masern übertragen?
Masern sind hoch ansteckend und werden durch Tröpfchen (Husten und Niesen lösen Speichel und Nasenschleim) auf die Atemwege oder die Augenbindehaut übertragen.
Wie kann man sich gegen eine Infektion schützen?
Gegen Masern gibt es eine Impfung, die Kindern routinemässig verabreicht wird. Bei Epidemien und erhöhtem Risiko (viele Menschen auf engem Raum, HIV, Mangelernährung) wird eine zusätzliche Dosis geimpft, um die Immunität gegen die Krankheit zu erhöhen.
Impfkampagnen sind sehr wirksam und verringern die Anzahl und Dauer der Epidemien.
Wie lassen sich Masern diagnostizieren und behandeln?
Die Diagnose erfolgt auf der Grundlage der äusseren Symptome des Patienten. Es gibt keine Behandlung der Masern an und für sich, aber den auftretenden Komplikationen kann vorgebeugt und sie können behandelt werden.
Vermieden werden sollte eine Dehydrierung, indem man dem Kind zu trinken gibt, sowie eine Mangelernährung, indem man zum Stillen auffordert oder Zusatznahrung verabreicht.
Auch wird allen Kindern Vitamin A verabreicht, um die Komplikationen im Augenbereich und die Infektionsstärke einzudämmen.
Bei bereits vorhandener anderer Erkrankung (z.B. HIV) oder Mangelernährung werden Antibiotika verschrieben, da diese Patienten eine sekundäre bakterielle Infektion wie zum Beispiel eine Lungenentzündung entwickeln können.






