Wie zeigt sich Meningokokken-Meningitis?
Von dieser Infektion sind vorwiegend Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betroffen.
Nach einer durchschnittlichen Inkubationszeit von 3 bis 4 Tagen zeigt sich die Meningitis durch Kopfschmerzen, hohes Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit (Photophobie) und Nackensteife. Bei schweren Formen entwickelt sich die Infektion bis zu Koma, Krämpfen und, in selteneren Fällen, zu "Purpura fulminans" (ausgedehnten Unterhautblutungen mit anschliessender Nekrose (Absterben der Zellen), Kreislaufschwäche).
Beim ganz kleinen Kind äussert sich Meningitis weniger eindeutig, mit Verdauungsstörungen, Nahrungsverweigerung, Apathie oder anormalem Schreien, einer Verringerung des Muskeltonus, Krämpfen und einer Vorwölbung der Fontanelle (dem beim ganz kleinen Kind noch nicht verknöcherten Zwischenraum zwischen den Schädelknochen).
Die Sterblichkeit beträgt bei Behandlung etwa 10% - 15%, und wenn nicht behandelt wird, 80% - 100%. Bei einem Teil der Patienten (etwa 20%) kommt es zu neurologischen Spätfolgen in Form von Taubheit, Lähmung, geistiger Retardierung oder Epilepsie.
Welches sind die Übertragungswege?
Die Infektion wird mit Speicheltröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen. An Meningitis erkrankte Menschen sind ansteckend, aber bei Epidemien verläuft die Übertragung im Wesentlichen über Personen, die das Bakterium in sich tragen, aber nicht erkranken (gesunde Keimträger).
Begünstigt werden Epidemien durch Umsiedlung von Bevölkerungsgruppen, durch schlechte Immunabwehr sowie durch alle Faktoren, welche Nasenhöhle und Rachenraum, die Eintrittswege des Bakteriums, betreffen (banale Infektionen, klimatische Extrembedingungen).
Wie kann dieser Infektion vorgebeugt werden?
Im Falle einer Epidemie von Meningokokken-Meningitis muss eine Impfkampagne bei der Bevölkerung durchgeführt werden. Impfstoffe gibt es gegen die Serogruppen A, C, und W135 des Bakteriums, und der dadurch gebotene Schutz hält 3 - 5 Jahre an.
Wie lässt sich Meningitis diagnostizieren und behandeln?
Verdacht auf Meningitis besteht aufgrund der Symptome und der Untersuchung des Patienten, diagnostisch bestätigt wird dieser Verdacht durch Lumbalpunktion (siehe Glossar). Mit dieser Untersuchung lässt sich die zerebrospinale Flüssigkeit analysieren, in die das Zentralnervensystem eingebettet ist. Bei Infektion ist die Flüssigkeit trübe und enthält Bakterien, die im Labor identifiziert werden können.
Die Behandlung beruht auf der schnellstmöglichen Verabreichung von Antibiotika.




