Ebola

DR Kongo, 09.09.2007
Ebola wird u.a. über Blut, Körperflüssigkeiten und das Gewebe kranker Menschen und Tiere übertragen.

Symptome

Nach einer Inkubationszeit von 2 bis 21 Tagen verursacht das Ebola-Fieber plötzliches hohes Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Bindehautentzündung, und allgemeines Unwohlsein. In einer zweiten Phase folgen Erbrechen, Durchfälle und manchmal ein Hautausschlag. Die Krankheit, die oft tödlich endet, äusserst sich in rund der Hälfte der Fälle auch in inneren und äusseren Blutungen.

Übertragung

Ebola wird über Blut, biologische Flüssigkeiten, Körpersekretionen und -gewebe kranker Menschen und Tiere übertragen. Familienangehörige und Pflegepersonal sind einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Aus diesem Grund müssen Patienten strikt isoliert werden und das Pflegepersonal Schutzanzüge, Handschuhe und Masken tragen. In Afrika führen Beerdigungsrituale oft ebenfalls zur Übertragung des Virus. Auch Kontakt mit gewissen angesteckten Tieren wie Affen oder Antilopen kann zu einer Infektion führen.

Prävention

Die einzig mögliche Prävention besteht darin, einem Ansteckungsrisiko ausgesetzte Personen zu schützen und die Ausbreitung der Epidemie zu verhindern. Alle Personen, die mit Kranken Kontakt haben, müssen spezielle Schutzanzüge, Handschuhe, Masken sowie Schutzbrillen tragen und bei der Pflege besondere Vorsicht walten lassen. Im Allgemeinen werden zwischen einer Isolationsstation und der Umwelt Dekontaminationsschleusen eingerichtet. Ausserdem muss nach Kontaktpersonen Erkrankter gesucht werden, die überwacht und wenn nötig isoliert werden. Schliesslich müssen die betroffenen Gemeinschaften über die Krankheit und die Vorsichtsmassnahmen informiert werden, die das Ansteckungsrisiko zu verringern.

Diagnose und Behandlung

Die Infektion wird durch Laboranalyse von Blut-, Speichel- oder Urinproben bestätigt. Antikörper und das Virus können in spezialisierten Labors durch verschiedene Methoden nachgewiesen werden.
Es gibt leider keine spezifische Behandlung. Durch die bisher bekannten Virenstämmen hervorgerufene Erkrankungen verlaufen in 50 bis 90% der Fälle tödlich. Symptom- (Rehydration, Behandlung von Begleitinfektionen) und schmerzlindernde Behandlungen erweisen sich aber oft als nützlich.

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