23.05.2016 - Zentralafrikanische Republik

Zentralafrikanische Republik: Mitarbeiter bei Überfall erschossen

Bei einem Überfall ist am 18. Mai ein zentralafrikanischer Mitarbeiter von MSF getötet worden. Die internationale Hilfsorganisation ist zutiefst bestürzt und verurteilt den Angriff aufs Schärfste. Die Hilfe in der Region wurde bis auf weiteres ausgesetzt.
Zentralafrikanische Republik, 15.10.2013
„Es ist abscheulich, dass einer unserer Mitarbeiter während dieses gewalttätigen Angriffs ermordet wurde.“

Bewaffnete Männer hatten am Mittwoch in Kouki, 82 Kilometer von der Stadt Bossangoa entfernt, einen Konvoi aus zwei Fahrzeugen gestoppt, die deutlich als Wagen von MSF gekennzeichneten waren. Die Insassen wurden beraubt und Medikamente mitgenommen. Während des 40 Minuten dauernden Überfalls wurde einer der Fahrer erschossen.

„Es ist völlig inakzeptabel, dass ein medizinisches Team und seine Patienten angegriffen werden, während sie von einem Einsatz zurückkehren, bei dem sie lebensrettende Hilfe geleistet haben“, sagt Michelle Chouinard, Landeskoordinatorin von MSF in der Zentralafrikanischen Republik. „Es ist abscheulich, dass einer unserer Mitarbeiter während dieses gewalttätigen Angriffs ermordet wurde. Das Team von MSF und seine Patienten wurden terrorisiert. Es wurden nahe an ihren Köpfen Schüsse abgefeuert, und ihnen wurde damit gedroht, dass sie erschossen würden.“

Nach dem Vorfall sieht MSF sich gezwungen, seine Aktivitäten in der Region so lange auszusetzen bis konkrete Zusagen für die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für die Akzeptanz der medizinischen Hilfe vorliegen. „Humanitäre Helfer sollten während ihrer Arbeit in Konfliktgebieten geschützt sein“, so Chouinard.

MSF sammelt derzeit Informationen zu den Umständen des Angriffes und wird keine weitere Stellungnahme abgeben bis alle Details geklärt sind. MSF erwartet, dass die lokale Polizei und die Behörden den Fall vollständig untersuchen und die Täter der Justiz übergeben werden.

MSF ist schockiert und sehr traurig über diesen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall. Unsere Gedanken sind bei der Familie unseres getöteten Kollegen.

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