Donna in Dagaheley - 9. April 2009
Donna Canali hat drei Monate als Projektkoordinatorin für MSF im Flüchtlingslager Dagahaley in der Nähe der Stadt Dadaab im Norden Kenias gearbeitet. 270'000 Menschen, die vor den Kämpfen in Somalia geflohen sind, leben dort. Aber auch im Lager haben sie weder ausreichend Nahrung und Wasser noch angemessene Unterkünfte, so dass viele Flüchtlinge überlegen, nach Somalia zurückzukehren. In ihren Briefen beschreibt Donna ihre Arbeit als humanitäre Helferin im Lager in Dadaab.
- Eindrücke von zwei Comic-Autoren aus einem Flüchtlingslager30.03.2011
- Comics aus Kenia - 20. Februar, Nairobi30.03.2011
- Comics aus Kenia - 21. Februar, Nairobi30.03.2011
- Comics aus Kenia - 22. Februar, Nairobi – Dadaab - Dagahaley30.03.2011
- Comics aus Kenia - 23. Februar, Dagahaley30.03.2011
- Comics aus Kenia - 24. Februar, Dagahaley30.03.2011
- Comics aus Kenia - 25. Februar, Dagahaley30.03.2011
- Comics aus Kenia - 26. Februar, Dagahaley 30.03.2011
- Comics aus Kenia - 27. Februar, Dagahaley30.03.2011
- Comics aus Kenia - 28. Februar, Dagahaley30.03.2011
- Comics aus Kenia - 1. März, Dagahaley30.03.2011
- Comics aus Kenia - 2. März, Dagahaley – Garissa – Nairobi30.03.2011
- Comics aus Kenia - 3. März, Nairobi30.03.2011
- Comics aus Kenia - 4. März, Nairobi30.03.2011
- Donna in Dagahaley - 15. April 200915.04.2009
- Donna in Dagahaley - 10. April 200910.04.2009
- Donna in Dagaheley - 9. April 200909.04.2009
- Donna in Dagahaley - 1. April 200901.04.2009
- Donna in Dagahaley - 1. März 200901.03.2009
Kriegsherren und Erpressung
Eine Flüchtlingsfrau nutzt die Gelegenheit des Laufpublikums, das zu unserer Klinik kommt und hat gegenüber der Klinik einen Stand aufgebaut. Sie verkauft Dinge wie Mira (auch bekannt als qat – grüne Blätter, die zur Anregung in den Tee getan oder gekaut werden). Mit dem Erlös hilft sie den Waisenkindern, die sie aufgenommen hat. Ein Mann hat sie heute niedergeschlagen. Gerüchte besagen, dass er ein ehemaliger somalischer Kriegsherr ist. Er ist zu ihr gegangen und hat ihr gesagt, dass sie kein Recht hat, hier einen Stand aufzubauen. Daraufhin hat er mit Hilfe seiner jungen Schlägertypen den Stand niedergerissen. Als sie ihn angefleht hat, hat er ihr gesagt, dass sie ihn bezahlen muss, wenn sie weiter Geschäfte machen will. Sie hat ihm das ganze Geld – 500 Schilling (etwa 7 US Dollar) - gegeben, das sie besessen hat und ein Kilo Mira. Dann ist der Mann weggelaufen. Wenigstens dieses Mal. Aber dieser Vorfall ist kein Einzelfall. Korruption wuchert überall. Als wenn es den Flüchtlingen nicht schon schlecht genug erginge.

