30.03.2011 - Kenia

Comics aus Kenia - 20. Februar, Nairobi

Nairobi, Kenia, 20.02.2011
Nairobi, Kenia, 20.02.2011
© Andrea Caprez - Christoph Schuler
Nairobi, Kenia, 20.02.2011
Nairobi, Kenia, 20.02.2011
© Andrea Caprez - Christoph Schuler
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Wir sitzen mit Julien, dem MSF-Communications Officer aus Genf, der uns die nächsten zwei Wochen begleiten wird, auf dem Balkon des MSF-Gästehauses in Nairobi und sprechen darüber, was uns im Flüchtlingslager von Dagahaley erwartet. In den letzten Wochen und Tagen haben wir uns eingehend über das Lager informiert, haben uns durch MSF-Dokumentationen geackert, Zeitungsartikel zum Thema gelesen und Videos angeschaut.

Wir erwarten Elend, Staub, hungrige Kinder, verzweifelte Eltern, von Krankheit und Entbehrung gezeichnete Menschen, Geschichten von mühseligen Fluchten durch die Wüste. Wie kann man soviel Tragik mittels einer Comic-Reportage wiedergeben, ohne unfreiwillig komisch, oberflächlich oder kitschig zu wirken? Ist die Comic-Reportage, deren Bezeichnung schon so unpassend wirkt, überhaupt das richtige Medium, um sich mit einem solchen Thema zu befassen? Andrea und ich zeichneten und schrieben zwar schon illustrierte Reportagen über einige mehr oder weniger lustige Orte dieser Welt, aber was uns an der Grenze zu Somalia erwartet, ist wohl ein paar Stufen extremer als alles bisher Gesehene.

Die mit langen Bahnen von Sackleinen verkleidete Fassade des Rohbaus im Hof des Gästehauses, die aussieht wie das Bühnenbild zu einer modernen Inszenierung eines Ibsen-Dramas, passt ganz gut zu unserer Stimmung.

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