30.03.2011 - Kenia

Comics aus Kenia - 1. März, Dagahaley

Dagahaley/Dadaab, Kenia, 01.03.2011
Dagahaley/Dadaab, Kenia, 01.03.2011
© Andrea Caprez - Christoph Schuler
Dagahaley/Dadaab, Kenia, 01.03.2011
Dagahaley/Dadaab, Kenia, 01.03.2011
© Andrea Caprez - Christoph Schuler
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Unser letzter Tag in Dagahaley bricht an. Es gibt noch so viel, das wir sehen möchten, aber die Zeit läuft uns davon. Erst begleiten wir Nina – eine Ärztin aus Los Angeles – zu einer Impfaktion weit draussen bei den neu Angekommenen, gehen dann eine Familie besuchen, die wir vor ein paar Tagen zum Spital begleitet hatten, nehmen einen hageren jungen Mann mit Gelenkproblemen mit, um ihn zum nächsten Health Post zu bringen, und fahren zum Spital, um uns das Operation Theatre zeigen zu lassen, die einzige Abteilung, die wir noch nicht besichtigt haben. Das hier beschäftigte medizinische Personal von MSF ist sehr zuvorkommend, demonstriert uns den für europäische Augen bescheiden ausgerüsteten, für die Flüchtlinge aber unverzichtbaren OP, der erst seit ein paar Jahren existiert. Nur für Operationen am offenen Schädel und im Brustraum würden die Patienten nach Nairobi gebracht, fast alles andere werde hier durchgeführt, sagt uns Josiah, der Chirurg.

Gegen Abend besuchen wir kurz den Markt von Dagahaley, begleitet von Abu und unserem Übersetzer Mohammed, der uns zu den Läden seiner Freunde führt, zum Coiffeur, zum Mobile phone shop, zur Kleiderhändlerin. Dagahaley ist zwar ein Flüchtlingslager, aber es ist auch eine Stadt mit über 100 000 Einwohnern. Täglich kommen Händler mit ihrer Ware aus Kismaayo hierher, der somalischen Hafenstadt, die den Vorteil hat, dass dort wegen der Abwesenheit staatlicher Organe keine Steuern und Gebühren erhoben werden.

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